Visitenkarten als Auslaufmodell?

Am Ende einer Netzwerkveranstaltung findet man wahlweise in der Hosen-, Jacken- oder Brusttasche ein paar Visitenkarten. Die haben einem ja die Gesprächspartner in die Hand gedrückt. Mit dem Gedanken, dass man sich da ja auch später darum kümmern kann, stapelt man sie sich auf dem Schreibtisch. Später füllt man damit ganze Schuhkartons, ohne je die Intention gehabt zu haben, etwas mit ihnen zu machen.

Und überhaupt sind Visitenkarten ja ein Ding der Vorzeit. Heutzutage kann man sich per Handy sofort in den unterschiedlichsten sozialen Netzwerken hinzufügen und minimiert nebenbei seinen ökologischen Fußabdruck (und die Anzahl an Dingen, die man zuhause vergessen kann). Dass das aber auch nicht die Lösung sein kann und welches System man nutzen sollte, findet ihr nun erklärt.

Mehr als nur ein Stück Papier

Schon am Anfang meiner Karriere als Netzwerker wurden Visitenkarten nicht einfach wortlos übergeben. Meistens hat man vorher schon eine Überschneidung oder eine Gemeinsamkeit mit dem Gegenüber erkannt und möchte nun weiterhin in Kontakt bleiben. Das geht auch mit einer Verpflichtung einher, möglichst zeitnah eine Mail, Kontaktanfrage oder SMS loszuschicken und einen Termin zu vereinbaren. Schlecht im Verwalten von Visitenkarten zu sein, heißt, schlecht im Erfüllen von Verpflichtungen zu sein.

Als der Kartenstapel auf meinem Schreibtisch umzufallen drohte und ich merkte, dass man sich wohl darum kümmern sollte, habe ich kurzerhand eine krude Excel-Tabelle erstellt. Das ist auch der erste Tipp, den ich jedem an die Hand geben kann: Digitalisiert die Kontaktdaten! Es wäre mehr als schade, einen Auftrag zu verlieren, weil man die Telefonnummer oder Mail-Adresse verlegt hat.

Heute würde ich natürlich gleich ein CRM empfehlen, in dem man die Daten einpflegt. Der Grundgedanke bleibt aber der selbe: Hat man den Kontakt digitalisiert, kann die Visitenkarte getrost verlegt werden. Fügt man die Kontakte dann auch gleich bei dem sozialen Netzwerk seiner Wahl hinzu, macht man schon viel richtig.

Weitere wichtige Informationen, die man auch gleich notieren kann sind:

Das wird man am Anfang vielleicht noch als nicht erforderlich erachten. Bei der nächsten Veranstaltung ist es allerdings unschätzbar wertvoll, den Namen des Gegenübers nicht vergessen zu haben und auch diesem einen Anhaltspunkt liefern zu können, woher man sich kennt.

Aus dem Stapel wird ein Schuhkarton

Nun denken wir ein paar Monate und hunderte Gespräche weiter. Der Stapel an Visitenkarten ist entweder bis zur Decke gewachsen oder in einem Schuhkarton unter dem Schreibtisch verschwunden. Ab diesem Zeitpunkt lohnt sich eine Datenbankbetrachtung, heißt: gruppiere Kontakte nach Branche, nach Unternehmensart und nach Region! Manchmal ist einem im Moment des Gesprächs nicht sofort bewusst, was aus dem Kontakt werden kann. Im späteren Verlauf will man also noch auf die Vorarbeit zurückgreifen können, um etwa Werbekampagnen oder Mailings mit relevanten Kontakten zu unterfüttern.

 

 

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